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Das Alter der Erde wird auf etwa 4700 Millionen Jahre geschätzt. Stellt man sich diese Zeit auf einen einzigen Tag übertragen vor, so entstehen um 4 Uhr früh die ersten Steine, um 8 Uhr morgens gibt es im Meer das erste Leben in Form einfacher Mikroben. Erst um 21 Uhr tauchen die ersten Quallen und Schwämme auf und erst kurz vor 23 Uhr beginnt das Zeitalter der Reptilien. Eine halbe Stunde lang beherrschen die Dinosaurier die Erde, dann verschwinden sie um 23.30 Uhr schlagartig, wie weggefegt von einer unbekannten Katastrophe. Der prähistorische Mensch erscheint erst nach 23.59 Uhr - in diesem Zeitvergleich ist die gesamte Geschichte der menschlichen Zivilisation im Verhältnis zum Alter der Erde auf wenige Sekunden zusammengedrängt.

(Quelle: Museum für Naturkunde)


Buchtips:

Fritz B. Simon, Tödliche Konflikte, Carl Auer Verlag

Fritz B. Simon, Gemeinsam sind wir blöd?!, Carl Auer Verlag

John Stauber/Sheldon Rampton, Giftmüll macht schlank, Orange Press


"Bisherige Vorhersagen scheinen die globale Erwärmung für dieses Jahrhundert zu unterschätzen. Jetzt fand ein europäisches Wissenschaftlerteam heraus, dass die tatsächliche Erderwärmung durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe 15 bis 78 Prozent höher ausfallen kann als bisher erwartet, da in den bisherigen Projektionen zwar die Wirkung des Kohlendioxides auf die Erdtemperatur, nicht aber die Rückwirkung der Erdtemperatur auf Kohlendioxid ausreichend berücksichtigt wurde - ein Effekt, den Wissenschaftler als positiven Rückkopplungseffekt bezeichnen."

(Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung)


Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.

Walter Benjamin, Illuminationen

 
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